Dr. rer. medic. Sarah Moritz

Medizinwissenschaftlerin, Dipl. Ing. (Univ.)

Sarah lebte im Rahmen ihres Dipl. Ing.-Studiums in der Familie eines peruanischen Schamanen mit – eine Zeit, die sie bis heute in ihrem Denken und Handeln prägt.

2010 gründete sie zusammen mit ihrem Mann Patrick das Ethnobotanische Institut, das unter der Schirmherrschaft von Dr. Wolf-Dieter Storl steht.

Auf der Basis von Naturerleben und Naturspiritualität geben sie in ihren Seminaren und Ausbildungen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe für ein geborgenes, naturverbundenes Lebensgefühl. Der Kontakt zu Wildkräutern und Heilpflanzen sowie ein Leben in Verbundenheit mit der Natur und den Jahreszeiten sind hier wichtige Elemente, nebst ganzheitlichem Heilwissen, psychologischen Hintergründen und Selbsterfahrung.

*1981 in Dachau, aufgewachsen in Landshut in Niederbayern

2007 Ethnomedizinische Diplomarbeit: “Der Geist der Pflanze heilt. Indigene Sichtweisen auf ‘Krankheit’, ‘Heilung’ und die Pflanzenwelt im peruanischen und kolumbianischen Amazonasgebiet.” (Zweitgutachter: Dr. Wolf-Dieter Storl) zum Abschluss des Studiums der Landschaftsplanung (TU München)

2006-2012: Ausbildung zur Psychologischen Beraterin, schamanische Weiterbildungen

2008-2010: Promotionsstipendium der Andrea von Braun – Stiftung, München (Beginn der Promotion im Bereich Medizingeschichte, ab 2009 in Medizinwissenschaften)

2010: Gründung des Ethnobotanischen Instituts (zusammen mit Patrick Moritz)

2010-2017: Leitung eines Gemeinschaftsgartenprojekts (ökologisch-spiritueller Gartenbau mit Achtung & Ehrung der Naturreiche) mit Kräuterstübchen, Kräuterprodukt-Verkauf, Brotbackofen, Wwoofern…

2012 Promotion im Fach Medi­zin­wis­sen­schaf­ten (Universität Witten/Herdecke, Prof. Dr. Arndt Büssing) zum Dr. rer. medic. Thema: “Alchemie und zeitgenössische Spagyrik. Eine historische, medizin- und sozialwissenschaftliche Untersuchung.”

Studienaufenthalte:

  • Mongolei (2003)
  • Neuseeland, Naturschutzgebiet (2004)
  • Peru (2005, 2006, 2014; der Aufenthalt 2006 mit einem Stipendium des ASA-Programms, Berlin)
  • Brasilien, Argentinien, Chile (2005)
  • Rumänien (2005)
  • Kolumbien (2006)
  • Bolivien (2014)

Veröffentlichungen:

  • Moritz, Sarah (2019): Leben in ethnobotanischer Verbindung. Artikel in Tattva Viveka (Ausgabe 1.9.2019 zum Thema Ethnobotanik): https://www.tattva.de/leben-in-ethnobotanischer-verbindung/
  • Moritz, Sarah (2018): Der Geist der Pflanze heilt – Indigene Sichtweisen im Amazonasgebiet. In: Herrera Krebber, C. (Hrsg.): Ganzheitsmedizin III. Die Wissenschaft der Heilung. Institut für Ganzheitsmedizin e. V., München.
  • Moritz, Sarah (2018): Interview zum Thema „Ethnobio? Logisch! Aus dem Urwald in Tube und Tiegel.“ In der Zeitschrift „Natürlich“, Juni 2018.
  • Moritz, Sarah (2013): Spagyrik. In: Natur aktiv. Handbuch für naturheilkundliche und phytopharmazeutische Heilverfahren. Govi-Verlag, Eschborn.
  • Moritz, Sarah (2016): Alchemy and Contemporary Spagyric Medicine: A Historical, Medical and Socio-Scientific Approach. In: Interdisciplinary Science Reviews, 2016, Vol. 41:1, 13-27.
  • Moritz, Sarah (2012): Alchemie und zeitgenössische Spagyrik. Eine historische, medizin- und sozialwissenschaftliche Untersuchung. Witten, Herdecke, Univ., Dissertation.
  • Moritz, Sarah (2012): Alchemie und zeitgenössische Spagyrik. Ein Erfahrungsbericht. In: Briefe zur Interdisziplinarität. Andrea von Braun Stiftung, München.

Interessen:

Meine Interessen liegen in der ganzheitlichen Pflanzen(heil)kunde, im Leben mit den Naturkreisläufen sowie im ethnomedizinischen und medizinwissenschaftlichen Bereich. Dies hat sich bestätigt, als ich 2005/06 in der Familie eines peruanischen Schamanen mitlebte und das Lebensgefühl der Menschen im Amazonasgebiet erspürte. So ein Vertrauen auf Heilung und so ein “sich-behütet-Fühlen” im Netzwerk der Natur!

Der Pflanzen- und Naturkontakt, das Gärtnern, die eigene Hausapotheke sowie das Leben mit dem Jahreslauf  gehören für mich mit zum naturnahen Leben dazu und bildet einen perfekten Ausgleich für die “Kopf-Arbeit”. Färber-Pflanzen, die Themen natürliche Geburt & Bindung sowie das Töpfern sind meine privaten Steckenpferde. Und das “ganz normale Familienleben” zusammen mit meinem Mann, unserem Sohn und Aiko (Hund), Fleur (Katze) und Ananda (Kater) finde ich ganz wunderbar und ist die erfüllende Basis meines Lebens.

“Natur hat für mich viel damit zu tun, fühlbar eingebettet zu sein in etwas Größeres, ein harmonisches Netzwerk, das über das Sichtbare hinausgeht. Denn dieses Gefühl des “Eingebettetseins” und “Teilhabens” habe ich selbst in anderen Kulturen erlebt und 2006 gab es eine Situation, in der ich beschlossen habe, dieses Lebensgefühl und diese Naturverbundenheit hierher nach Deutschland “transportieren zu helfen” und Menschen Wissen zu vermitteln und Erfahrungsräume anzubieten, in denen dies fühlbar ist. Auf Basis dieses Lebensgefühls liebe ich es, mich mit dem Wesen der Natur zu verbinden, zu gärtnern, mit Pflanzen umzugehen, Produkte aus natürlichen Zutaten herzustellen, Wissen weiterzugeben.”  Sarah