Ethnobotanischer Garten im Senegal

Besuch aus dem Senegal bei uns am Ethnobotanischen Institut 🙂

Im Jahr 2018 hat sich ein schöner Kontakt zwischen uns und einem Umweltbildungs-Projekt im Senegal entwickelt, dem Jardin Ethnobotanique in Dakar. Der Koordinator vor Ort, Herr Assane Insa Mané besuchte uns im September 2018 mit zwei in Deutschland lebenden Freunden, mit dem Ziel des gegenseitigen Austausches (Saatgut, Wissen) und mit dem Ziel, in Deutschland auf dieses wertvolle Projekt aufmerksam zu machen und ggf. Spendengelder zu erhalten.

Nachdem wir einen Spendenaufruf gestartet hatten, hat Patrick im Januar 2019 die gesammelten Gelder in den Senegal gebracht (Reise natürlich auf eigene Kosten). Darüber und über Patricks Erlebnisse im Senegal könnt ihr im Blog nachlesen.

Das Projekt im Senegal

Örtliche Schulklassen verbringen während eines Jahres einmal pro Woche Zeit im Ethnobotanischen Garten (Parc de Hann, Dakar, Sengal) und lernen die Pflanzen & Natur dort kennen, erfahren Hintergründe und erkennen, wie wichtig Pflanzen sind: als Lebensmittel, als Heilmittel, als Baustoff, Färbepflanze usw. Auch gibt es einen zweiten Ethnobotanischen Garten auf dem Land, wo bereits Schulklassen hinkommen und wo der Garten dringend ausgebaut werden soll.

Aufenthalt von Schulklassen im Ethnobotanischen Garten in Dakar, Senegal

Gerade im Senegal, wo viel Trockenheit herrscht und wie in vielen anderen ärmeren Ländern viel Müll herumliegt und es für viele Menschen erstmal nur ums Überleben geht, vermittelt dieses Projekt den Kindern gute Grundlagen für einen achtsamen Umgang mit Pflanzen und anderen Ressourcen der Natur. Vor allem aber wird auch der Stellenwert der Pflanzen als Lebensmittel, als Heilmittel, aber auch als Bestandteil von Traditionen und Brauchtum erfahrbar. Man weiß heute: man schützt nur das, was man kennt und was einem lieb geworden ist. Von daher halten wir das Bildungsprojekt des Ethnobotanischen Gartens in Dakar für sehr unterstützenswert. Eine Soforthilfe, die  zu 100% ankommt!

Die Kinder haben zudem mit ihren Aufenthalten im Ethnobotanischen Garten ein schönes Aktivitätsprogramm, werden gefördert und erleben die Kraft und Schönheit der Natur und die Wirksamkeit verschiedenster traditioneller Heilpflanzen.

Wir persönlich sind auch der Meinung, dass es dringend ansteht, andere Völker darin zu unterstützen, dass sie ihre eigenen Wurzeln, Traditionen, Heilpflanzen, Alltagswissen usw. pflegen. Bei all der Kolonisierung und Missionierung ist da sehr viel „kaputt“ gegangen. Und die Menschen sind oft so erstaunt & froh, wenn sie spüren, dass z. B. ihr Heilpflanzenwissen wertgeschätzt wird und nicht nur die „angeblichen Errungenschaften“ der westlichen Welt zählen, die in den Medien so stark propagiert werden…

In folgendem Papier können alle, die etwas französisch beherrschen, nachlesen, für was dringend Spendengelder benötig werden: Unterrichtsmaterialien, Instandhaltung der Gebäude, Kosten für den Transfer der Kinder zwischen Schule/Ethnobotanischer Garten…. Die Gehälter für das Personal werden vom Staat Senegal übernommen, aber all die Gebäudeinstandhaltung, Unterrichtsmaterialien, Bustransfer für die Kinder, Gebrauchsmaterial wie z. B. die Wasserpumpe, muss durch Spenden finanziert werden.

pdf-Datei: Budget CEEH sollicité

Wer Lust hat, mit uns gemeinsam einen Verein zu gründen, möge sich bitte bei uns melden. Auch, wenn jemand spenden möchte, vermitteln wir dies gerne. Wir denken auch darüber nach, Ende 2020 oder Anfang 2021 eine Gruppenreise in den Senegal zu organisieren.