Aiko

Aiko – Hund

Manche Wesen kommen nicht zufällig in dein Leben.

Aiko kam 2013 zu uns — und schon bevor wir ihn das erste Mal sahen, war er da. Wir konnten den kleinen Welpen nicht selbst besuchen, weil die Reise zu weit war. Also verbanden wir uns mit ihm in der Stille. Und er trat mir — ganz konkret, mit seinem heutigen Gesicht — in einer Meditation vor die Augen. Sein Name kam einfach: Aiko. Wir erfuhren erst später, dass der Name im Japanischen so viel bedeutet wie „geliebtes Kind“ oder „Kind der Liebe“. Er hatte keinen anderen Namen verdient.

Aiko ist ein Eurasier-Mischling — sein Vater ein Eurasier, seine Mutter eine belgische Schäferhündin+Eurasier. Ein Biologielehrer hat beide Hunde bewusst zusammengeführt, weil sie so außergewöhnliche Wesen waren. Das Ergebnis ist ein Hund, der schwer in Worte zu fassen ist: warmherzig, feinfühlig, empathisch auf eine Art, die Menschen manchmal sprachlos macht.

Er war von Anfang an bei allem dabei. Nicht als Haustier — als Begleiter. Einer, der den Raum füllt, ohne aufdringlich zu sein.

Aiko

Der stille Therapeut

In unseren Seminaren legt Aiko sich meist in die Mitte des Raumes — ruhig, präsent, unscheinbar. Und doch spüren die Menschen ihn. Mehr als einmal hat jemand von ihm geträumt und ihn am nächsten Morgen im Seminar wiedererkannt. Manchmal geht er zu jemandem hin und legt seinen Kopf auf dessen Knie — etwas, das er sonst nie tut. Dann weiß man: da ist gerade etwas Wichtiges.

Auch in Patricks Therapiestunden ist er manchmal dabei. Er kratzt an der Tür, wenn er spürt, dass jemand ihn braucht. Nicht aufdringlich. Einfach da.

Er hat unsere Schwangerschaften begleitet — rücksichtsvoll, sanft, als würde er verstehen, was gerade passiert. Er war bei der Hausgeburt unseres ersten Kindes dabei, von Anfang bis Ende. Solche Dinge vergisst man nicht.

In manchen indigenen Traditionen heißt es, dass langes Haar ein Zeichen von Feinfühligkeit ist. Aiko hat sehr viel Haar. Wer ihn kennt, wundert sich darüber nicht.

Kleine Eigenheiten

Was er gar nicht mag: Händeklatschen. Und Musikinstrumente. Da fängt er an zu bellen.