Unser Partnerprojekt im Senegal – Umweltbildung für Kinder im dortigen Ethnobotanischen Garten…. Und das alles auf einigen Hektar „Grün“ mitten in der Hauptstadt Dakar… Warum unterstützen wir dies?

Diesen Blogartikel wollen wir dazu nutzen, über unsere persönlichen Beweggründe für unsere Spendenaktion zu erzählen.

Irgenwie ist es ja schon verrückt: wir selbst sind ja auch gerade mitten im Anlegen eines neuen Gartens, der auch ein „Ethnobotanischer Garten“ werden soll und all dies beansprucht schon sehr viel unserer Zeit, Kraft, Geld… Mit einem quicklebendigen, quirligen Krabbelkind wird’s auch nicht gerade einfacher 😉

Was bewegt uns also? Wir nehmen das, was uns „vor die Füße“ fällt ernst. Nach einem Vorkontakt über einen Freund im Februar hat sich Anfang Oktober angebahnt, dass Assane Insa Mané aus dem Senegal nach Deutschland kommt. Aus Augsburg, wo er bei Freunden wohnte, kam er (zusammen mit den Freunden) zu uns ins Saarland gefahren, mit Zug und x-mal Umsteigen… Wir waren zu der Zeit mit familiären Angelegenheit sehr befasst (Todesfall in der Familie), doch wir haben den Besuch gerne empfangen. Wir haben uns gefreut, dass jemand aus Afrika anreist, um in Kontakt mit uns als Ethnobotanischem Institut zu kommen. Unsere Gäste waren evtl. anfangs etwas erstaunt über die Unterbringung bei uns privat in Gästezimmern und über unseren durchaus einfachen Lebensstil, doch wir hatten eine sehr, sehr schöne, herzliche Zeit!! Wir haben ihnen erklärt, dass wir ohne staatliche Unterstützung arbeiten und dafür mehr Freiheiten haben, ganzheitliches Wissen zu vermitteln.

Assane Insa Mané arbeitet in einem Umweltbildungsprojekt im Senegal. Schulklassen kommen einmal pro Woche während eines Jahres in den Ethnobotanischen Garten, der benachbart zum Zoo ist und einige Hektar Grün in Mitten der Großstadt Dakar bildet. Die Kinder lernen über Natur, über Pflanzen, lernen traditionelle Heilpflanzen kennen. Dass die Pflanzenwelt Heilmittel, Lebensmittel, Baumaterial, Färbepflanzen… bereit hält und wichtiger Teil der Tradition und schlichtweg eine lebensnotwendige Ressource ist. Die Kinder erleben dies – Schritt für Schritt – während eines ganzen Jahres. Und wir sind uns sicher: sie nehmen auch für sich persönlich einiges mit. Pflanzen und Natur sind immer irgendwie auch heilend bzw. es tut uns Menschen gut, in der Natur zu sein.

Hinzu kommt für uns – ganz persönlich gesprochen/geschrieben – : „die heile Welt“ – das gibt es nicht. In all unseren Auslandsaufenthalten war zu spüren, dass sich einfach viele, viele Menschen schlichtweg das wünschen, was in den Medien gezeigt wird: Autos, Haus, Geld, Wohlstand, Bequemlichkeit…. Es ist total zu verstehen! Und so haben wir oft erlebt, dass die Menschen fast erstaunt (und natürlich beglückt) waren, wenn wir das traditionelle Heilwissen, das Brauchtum, das Wissen über „Feinstoffliches“, das „Abergläubische“…. wertgeschätzt haben. Das hatten sie nicht erwartet: dass da jemand kommt, der genau das wertschätzt, was teils als „staubig“, „altbacken“, „unmodern“ gilt – Jeder strebt doch nach dem Neumodischen? Nicht alle! In unserer Kultur – und das wertschätzen wir übrigens auch sehr – gibt es immer mehr Menschen, die an eigener Leib & Seele spüren, dass (bei gesicherten Grundbedürfnissen) das Glück in den nicht-materiellen Dingen liegt. Dass Glück ganz viel mit Einstellung, Bewusstsein, Achtsamkeit – schlichtweg dem persönlichen Innenleben zu tun hat.

Wir sehen die Spendenaktion daher auch als eine Form der Anerkennung des ethnobotanischen Wissens von Menschen im Senegal, die dies an Kinder weitergeben wollen. Es ist genug kaputt gemacht worden – DIES können wir nun positiv bewirken…

Wir wollen mit der Spendenaktion die Menschen im Senegal unterstützen: in ihrem traditionellem Wissen, in ihren traditionellen Werten & Brauchtum. Und wir wollen den Naturkontakt der Kinder unterstützen. Das Projekt braucht dringend Gelder, da andere Sponsoren weggefallen sind. Es steht auf der Kippe, ob oder wie lange es weitergehen kann. Das Geld, das Patrick Ende Januar hinbringen wird (er reist natürlich auf eigene Kosten), wird das Weitermachen (zumindest erstmal) ermöglichen…

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